Tag: Love Letter

Abenteuer Essen. Tag 1 im Gruga-Dschungel

LeereHalleEssen, 23. Oktober. Am ersten Tag geht es in Essen ja sowieso vor allem ums: Essen. Morgens die Pressekonferenz mit Schnittchen und Suppe (wobei die Pilzcrème doch ein bisschen der Würze zu viel abbekommen hat), und abends dann das Büfett bei der feierlichen Preisverleihung. Das wiederum war wirklich köstlich, die kleinen Kalbsrouladen, der Vorspeisen-Salat mit Shrimps, die Terrine an Tomatensauce. Ach, so lässt es sich aushalten. Obwohl: Selbst das kalte Stück Pizza nachmittags beim Besuch am Lookout-Stand war nicht verkehrt. Zumindest kam es genau zur rechten Zeit, um einen Hungerast und eine damit unweigerlich verbundene Schlechte-Laune-Attacke zu vermeiden. Dafür: Danke, Yanina. (continue reading…)


70. Spieleabend der Pöppelhelden – Zwangvoller Schiffs- und Gartenbau

70. Spieleabend der Pöppelhelden – Zwangvoller Schiffs- und GartenbauHundsmühlen, im Oktober. „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ Was für ein großer erster Satz. Von Franz Kafka. So beginnt seine Erzählung „Die Verwandlung“. Oder der: „Auch Glenn Gould, unser Freund und der wichtigste Klaviervirtuose des Jahrhunderts, ist nur einundfünfzig geworden, dachte ich beim Eintreten in das Gasthaus.“ Noch so ein Hammererstersatz. Von Thomas Bernhard, aus „Der Untergeher“. Das zeigt, wie wichtig der erste Satz für einen Text ist. Und bevor an dieser Stelle nun nur Mittelmaß gestanden hätte, wird doch lieber literaturwissenschaftliche Erquickungshilfe geleistet, damit die elitäre Leserschar der Pöppelpage zumindest beim Eintauchen in den Text noch ein Wohlgefühl verspürt, bevor es mit den ernsten Betrachtungen zum 70. offenen Spieleabend mit 20 Pöppelhelden an Bord und im Garten weitergeht. (continue reading…)


68. Spieleabend der Pöppelhelden. Gefangen in Bodos Beinschere

poeppelhelden_logoHundsmühlen, Anfang September. Die Pöppelhelden sind – auch wenn es beim ersten Lesen wie eine üble Schmähung klingen mag – das moderne Formatradio unter den Spieleklubs. Gut, wir haben keinen Frühstücks-Man, dessen Einstellungskriterium ein nicht therapiertes ADHS ist, dessen Stimme immer mindestens 17 Prozent zu gut gelaunt und schon leicht ins Debile überdreht klingt, dessen inhaltsverweste Aufsager bereits um 4.37 Uhr nichts als schmerzendes Gute-Laune-Dampfgeplauder und halbgare Heiterkeiten sind, die sich in die Seele des gesunden Teils der Bevölkerung zu fressen versuchen, um diesem einzubläuen, dass der Mittwoch stets ein hervorragender Tag ist, weil man nur noch zwei Mal aufwachen muss und – heißa! – dann ist schon wieder Wochenend. Nein, so schlimm, so brutal, so abgrundtief wird diese Analogie nicht enden. Aber die Pöppelhelden könnten durchaus auch einen dieser glitschigen Jingles haben, der alle sechs Minuten und siebenunddreißig Sekunden dazwischenplärrt mit dieser Botschaft: „Wir spielen die größten Hits der 80er und 90er – und das Beste von heute.“ Doch was im Radio das untrügbare Zeichen für eine von Programmmachern mit dem Spaten totgekloppte und lange in Vergessenheit geratene Hörkultur ist, verkehrt sich bei den Pöppelhelden ins Gegenteil. Bei uns ist es Ausdruck der Traditionspflege und der geselligen guten Laune bei anspruchsvollem Zeitvertreib. So auch dieses Mal, wie die anwesenden 15 Epikureer der hohen Spielkultur unter Eid bezeugen mögen. (continue reading…)


60. Spieleabend der Pöppelhelden – Widerstand gegen Drecksäue im Showbiz

Widerstand gegen Drecksäue im ShowbizAm 01. Mai fand der 60. offene Spieleabend der Pöppelhelden statt.

Maifeiertag und bombastisches Wetter. Eigentlich keine guten Voraussetzungen für einen gut besuchten Spieleabend in geschlossenen Räumen. Zu erst sah es auch so aus, als würden wir nur zu sechst sein. Aber nach und nach pilgerten doch noch einige Spieler in die heiligen Hallen Hundsmühlens. Viele von ihnen schwer gezeichnet von den ersten kräftigen Sonnenstrahlen des Jahres. Knallrote Nasen, Nacken und Handrücken leuchteten die Spieltische wunderbar aus. Am Ende waren dann doch 14 Spielerinnen und Spieler dem Ruf der Pöppelhelden gefolgt und haben sich zum Spielen eingefunden.
Für mich war es ein Abend der kurzen, knackigen Spiele, bis auf eine etwas längere Partie Show Manager. (continue reading…)


57. Spieleabend der Pöppelhelden – Wunderschönes Keyreich und verkorkster Kniffel-Klon

Wunderschönes Keyreich und verkorkster Kniffel-KlonSepp Herberger, der alte Brettspielfuchs, wusste es schon immer, kaum ein Ludophiler hat schließlich so viele Glückskeksweisheiten für unser Fachgebiet hinterlassen: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ – was sich vor allem am offenen Freitag der Pöppelhelden zeigt, denn da wird es meistens spät, eine Partie folgt der nächsten. Erst recht wenn mehr als 20 Spieler zusammenkommen, aber auch da kennt der Zitatenschatz mit „Mindestens elf Brettspielfreunde müsst ihr sein“, damit es ein langer Abend werden kann, die passende Floskel. Und Herberger orakelte übrigens auch schon 1955: „Das Spiel dauert 90 Minuten …“, wobei der Nachsatz, der sehr wichtig ist, seltsamerweise komplett in Vergessenheit geraten ist: „… es sei denn, Bodo sitzt mit am Tisch.“

Womit wir beim Thema sind: Bodo trainiert. Bodo wird wieder beim Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel (DMiB) auflaufen. Zwar liegt die Wahrheit immer auf dem Brett, doch natürlich sollte man nicht komplett ohne Grundlage antreten. Da aber Taktiklehre am Whiteboard und Konditionstraining in Form nächtelanger Optimierungssessions allein nicht ausreichen, ist die wichtigste Übungsform weiterhin: das Trainingsspiel, um die taktischen Laufwege zu internalisieren. Zum Sparring erklärten sich bereit: Bettina (sie hat ja auch keine Wahl), Simone, Andreas, André K. und anfangs sogar Robert. Vorbereitet wird Bodo auf die Disziplinen Augustus, Keyflower und Kniffel – Das KartenspielRialto ist dagegen der große unbekannte Gegner, bislang zumindest, die Scouts zur Spielbeobachtung werden aber noch ausgesandt. Das Pöppelhelden-Trainingslager offenbart allerdings Schlimmes. Gott sei Dank hat Bodo noch bis zum 25. Mai Zeit zu üben – bis jetzt ist der Trainingsrückstand erschreckend. Es erinnert sehr an die deutsche Fußballnationalmannschaft unmittelbar vor der WM 2006. Allerdings kam dann das Sommermärchen. Bodo darf also hoffen, wir alle wünschen uns ein Bodomärchen. (continue reading…)


56. Spieleabend der Pöppelhelden – Baströckchen-Stimmung Fehlanzeige auf Bora Bora

Love LetterDer H-Punkt seufzt. Nicht einfach nur so: Hach-pfffff!
Nein, nein. Es ist die Mutter aller Seufzer, der H-Punkt ist nur noch ein einziger großer Seufzer in grünem Kapuzenpulli. Er verdreht die Augen und guckt so beleidigt, als hätten das Dienstmädchen, die Prinzessin und der Priester ihm gerade alle gesagt, dass es letzte Nacht mit ihm nur so lala war.

Der H-Punkt ist ein herrlich emotionaler Spieler, einer der jeden Zug leben kann. Und da ist so ein kleines Kartenspielchen wie Love Letter natürlich super. Bluffen, ärgern, rausfliegen – und dann seufzen, fluchen, Verwünschungen aussprechen. Und lachen. Wie der André. Der lacht. Und lacht. Und lacht.
16 Karten, ein Samtsäckchen, so ein Spaß. Das kleine Spielchen ist einer der großen Bringer beim 56. Spieleabend der Pöppelhelden mit 18 teilnehmenden Pöppelhelden in der Pöppäuskirche. Oder so.

And now to something completely different. (continue reading…)


53. Spieleabend der Pöppelhelden – Evolution in Ginkgopolis

GinkgopolisAm 18. Januar fand der 53. offene Spieleabend der Pöppelhelden statt.

Mit dabei waren diesmal 16 Spielerinnen und Spieler.

Mein persönliches Highlight der Spiel´12 ist Ginkgopolis aus dem Hause Pearlgames.
Aus diesem Grunde, und weil meinen drei Mitspielern an diesem Abend das Spiel auch so gut gefiel, haben wir direkt zwei Partien hintereinander in der gleichen Besetzung gespielt.

In Ginkgopolis bauen alle Spieler an einer gemeinsamen Stadt. Der Spieler am Zug kann entweder die Stadt auf festgelegten Grundstücken mit neuen Bauwerken nach außen hin erweitern, oder er erhöht bereits bestehende Gebäude um eine Etage. So einwickelt sich die Stadt immer weiter.

Zu Beginn jeder Runde starten alle Spieler mit vier Handkarten. Alle suchen sich gleichzeitig eine davon aus, und spielen diese aus. Welche Karte oder welche Kombination aus Karte und Gebäudeplättchen man spielt, bestimmt die Aktion, die man durchführen kann. Nach seinem Zug erhält man gegebenenfalls noch Boni von bereits vor einem ausliegenden Karten. Danach wandern die restlichen drei Handkarten zum linken Nachbarn weiter. Man muss also auch aufpassen, welche Karten man besser nicht weitergibt. (continue reading…)


52. Spieleabend der Pöppelhelden – Merchant of Venus

Merchant of VenusAn diesem Mittwoch, dem 03.01.2013, unserem ersten Spieletreffen im neuen Jahr trafen sich 20 Spieler und Spielerinnen um gemeinsam das neue Jahr anzuspielen. Wie versprochen, kam ich dieses mal auch zu meiner Partie des Spieleklassikers Merchant of Venus (MoV). Ich wollte das alte MoV von Avalon Hill einmal anspielen, zum einen, weil es sich um einen Brettspielklassiker handelt, der noch immer mit Rekordpreisen von weit über 100 Euro gehandelt wird und zum anderen, um zu überlegen, ob ich mir die ebenfalls teure Neuauflage zulegen möchte. Aber zurück zum Klassiker.

Das erste was einem beim Klassiker von 1988 auffällt, ist das typische Ende 70er bis 80 Jahre Spielmarkendesign (Token). Die Token bestehen zumeist aus sehr kleinen minimalistischen und mit Nummern und kryptischen Buchstaben versehenen Pappplättchen und nicht wie heute gewohnt aus dickerer Pappe mit entweder schönen Bildern oder logischen Pictogrammen. Weitere Beispiele für diese Art der Token findet man unter anderem beim Klassiker von 1979 Magic Realm und den Spielen der Zeitschrift ARES aus dieser Brettspielperiode. (continue reading…)


51. Spieleabend der Pöppelhelden – Zahlenrondelle, Haiangriffe und andere Extreme

RondoNachdem auch für die Pöppelhelden der Weltuntergang am 21.12.2012 abseits der Spielbretter ausgeblieben ist, sind 18 Spielerinnen und Spieler vorsichtig aus ihren Schutzbunkern herausgekrochen, um sich mit anderen „Überlebenden“ zu treffen. Nicht alle haben es geschafft, so dass die versprochene Partie „Merchants of Venus“ am nächsten Spieleabend nachgeholt wird. Aber zurück zu den Anwesenden.

Als Einstiegsspiel wurde Rondo gespielt, dass mit seinen Kreisen und Zahlen schon wieder an einen Maya-Weltuntergangskalender errinerte, passend zum Tag. Bei dem Spiel müssen Spielsteine auf die Zahlenrondelle des Spielbrettes platziert werden, um die angegebenen Zahlen als Siegpunkte zu erhalten. Dabei muss der Spielstein, welcher eine farbige und eine neutralen Seite besitzt, farblich passend zur Zahl sein und an bereitsgelegte Spielsteine angrenzen. Einfache Regeln, Glück beim Steine nachziehen und ein wenig taktieren machen dieses Spiel zu einem schönen Zwischendurchspiel. (continue reading…)


49. Spieleabend der Pöppelhelden – Goblins, Widerstandskämpfer und ein Dungeon voller Narren

Goblins Inc.Am 16. November fand der 49. offene Spieleabend der Pöppelhelden statt, an dem diesmal 20 Spielerinnen und Spieler teilnahmen.

Als erstes haben Claudia, Christel, Thosten und ich das neue Spiel Goblins Inc. von CGE und Rio Grande Games gespielt. Bei dem Spiel geht es darum, Kampfroboter zu bauen,  das dem Bauprinzip von Galaxy Trucker entspricht, wobei man kein Zeitlimit hat. Anschließend läßt man die beiden Kampfroboter gegeneinander antreten. Dabei übernimmt immer einer der beiden Spieler im Team den Sitz des Kampfroboterpiloten, während der andere als Taktiker fungiert. Aber schalten wir nun live zu den Geschehnissen in der Kampfroboterfabrik.

„1, 2, 3 .. Test, Test. Kann mich jeder von euch Würmern hören? Hier spricht Euer Boss. Also alle die Ohren spitzen. Ich wollte mich endlich zur Ruhe setzen und meinen Ruhestand genießen, aber der Gedanke, dass mein verkommener Neffe die Fabrik erbt, bereitet mir Kopfzerbrechen. Also hier der Vorschlag: Derjenige von Euch kleinen Würmern, der den besten Kampfroboter baut und anschließend bei einer Gefechtsübung unter Beweis stellt, bekommt den Platz auf dem ich gerade sitze. Also ran an die Arbeit, wir haben ja nicht den ganzen Tag Zeit.“ (continue reading…)


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