Archive for Februar, 2012

31. Spieleabend der Pöppelhelden Teil 2

Als erstes Spiel haben wir, d.h. Iris, Michael, Dirk und ich die Grundbox variante von Galaxy Trucker gespielt. Bei dem Spiel von CGE handelt es sich um ein Schnelligkeits- und Strategiespiel, bei dem die Spieler ihr Tableau mit Raumschiffsilhouette durch Raumschiffmodule befüllen müssen. Dabei ist zu beachten, dass die Module nur an bereits vorhandene oder dem Startmodul angebaut werden können, die Verbindungsröhren richtig verbunden sind und bei einigen Modulen die Platzierung korrekt ist. Eine tickende Sanduhr gibt die verfügbare Bauzeit vor, aber auch sonsten ist Schnelligkeit gefragt, da die unterschiedlichen Modularten nur in endlicher Anzahl vorhanden sind und man sich die begehrten Module schnell ergattern sollte. Nach der Bauphase beginnt die Raumflugphase, bei der das primäre Ziel darin besteht so intakt wie möglich anzukommen, bzw. die Widrigkeiten des Weltraums so gut wie möglich zu überstehen.

Dirk und Michael haben dieses Spiel nur ein bis zweimal gespielt und sollten sofort auf Iris treffen, die behauptet, dieses Spiel grundsätzlich zu gewinnen. Die erste Runde von den drei, war mehr eine Kennenlern- oder Auffrischungsrunde für alle Trucker und erst danach ging es richtig zur Sache. Etliche Asteroiden, Epidemien, Raumpiraten und führerlose Raumschiffe später blickten wir auf die Ausbeute eines Weltraumtruckerarbeitstages zurück, der ganz unterschiedlich ausfiel:

Iris: 90
Robert: 84
Michael: 57
Dirk: 35

Abschließend läßt sich sagen, dass Galaxy Trucker ein sehr lustiges und manchmal auch sehr weltraumhavarierendes Spiel ist, welches auch mit Gelegenheitsspielern leicht gespielt werden kann.

P.S.: Ja, Iris hat wieder gewonnen.


Anspieltipp: Würfel Bohnanza

Würfel BohnanzaNahezu jeder Spieler kennt das beliebte Kartenspiel Bohnanza von Uwe Rosenberg.
Zum fünfzehnten Jubiläum (Bohnanza erschien 1997) ist bei Amigo jetzt eine Würfel-Variante zu Bohnanza herausgekommen.

Würfelspiele funktionieren oft so: Ich würfle ein paar Mal, schreibe ein Ergebnis auf und gebe die Würfel an meinen linken Nachbarn weiter. Dann kann ich erst mal Bier holen oder zur Toilette gehen, denn bis ich wieder dran bin, dauert es je nach Mitspielerzahl einen ganze Weile.
Nicht so bei Würfel Bohnanza. Hier bin ich sogar dran, wenn ich nicht dran bin. Klingt komisch, ist aber so.

Materialtechnisch bringt Würfel Bohnanza nichts Neues. Sieben Würfel und etwas über 60 Aufgabenkarten sind das Herz des Spiels.
Eine Aufgabenkarte gibt mir vor, was ich zu erwürfeln habe. Zum Beispiel zwei Saubohnen und eine Chinabohne. Oder drei Sojabohnen und eine Blaue Bohne. Sechs Aufgaben sind dort zu sehen, maximal drei davon kann ich in einem Durchgang erledigen. Nicht, weil die Regeln das sagen, sondern weil der Autor (Diplom-Statistiker) sich das so ausgedacht und es unmöglich gemacht hat, auch noch eine vierte Aufgabe im selben Durchgang zu lösen.
In meinem Zug darf ich mit allen sieben Würfeln würfeln und muss jedes Mal wenigstens einen Würfel hinauslegen. Kann ich mit den rausgelegten Würfeln die unterste Aufgabe meiner Karte erfüllen, decke ich diese ab. Und zwar mit einer weiteren Aufgabenkarte, die ich immer weiter hochschiebe. Diese Karte wird auch meine nächste aktive Aufgabenkarte, das heißt ich kann meine zukünftigen Aufgaben schon sehen. Habe ich drei oder mehr Aufgaben erfüllt, darf ich meine Aufgabenkarte jederzeit in Bohnentaler umwandeln und dann auch sofort auf meiner neuen Karte weiterspielen. Mit 13 Bohnentalern bin ich Gewinner des Spiels.
Das wirklich Neue dieses Spiels: Ich kann sogar dann Aufgaben erfüllen, wenn meine Gegenspieler am Zug sind. Immer wenn ein anderer würfelt, darf ich mir die „aktiven“, noch nicht von ihm herausgelegten Würfel ansehen und „Stopp“ rufen, wenn durch diesen Wurf die unterste meiner Aufgaben erfüllt ist. Dann darf ich sie abdecken, wie in meinem eigenen Zug. Durch diese pfiffige Idee sind alle Spieler jederzeit am Spielgeschehen beteiligt und keiner sitzt gelangweilt am Tisch.

Würfel Bohnanza spielt in der Liga der Würfelspiele ganz weit oben mit. Unbedingt ausprobieren!


31. Spieleabend der Pöppelhelden

Lancaster

Am 01. Februar fand der 31. offene Spieleabend der Pöppelhelden statt.

Mit dabei waren diesmal 15 Spielerinnen und Spieler.

Meine erste Partie des Abends: Lancaster. Ein Spiel von Matthias Cramer, der auch schon mit Glen More ein tolles Spiel auf den Markt gebracht hat. Bei Lancaster handelt es sich prinzipiell um ein Worker-Placement-Spiel, erweitert mit einem Verdrängungsmechanismus. Man setzt in einer Einsetzphase zu erst seine Ritter in verschiedene Orte auf dem Spielplan ein, wo sie aber nicht unbedingt sicher sind, sondern von stärkeren Rittern anderer Spieler auch wieder vertrieben werden können. Dieser Mechanismus macht das Spiel besonders gegenüber anderen Worker-Placement-Spielen. Hat kein Spieler mehr Ritter zum einsetzen, folgt eine Parlamentsphase, in der neue Gesetze verabschiedet und angewendet werden. Das kennt man ähnlich schon aus dem Spiel Cuba. Danach werden die Ritter in vorgegebener Reihenfolge wieder zurückgeholt und die Spieler bekommen die Erträge in Form von Gold, Knappen, Stimmen für die nächste Parlamentsphase, Aufwertungen von Rittern usw. ausbezahlt. Gespielt werden fünf Runden, danach folgt noch eine Endwertung in der es noch Punkte für die stärkste Rittermacht, das am besten ausgebaute Castle und für die Adeligen gibt.
Eine in unseren ersten Partien als zu stark angesehene „Adeligen-Stategie“ konnte ich auch diesmal, durch das konsequente Entsenden von Rittern in den Krieg gegen Frankreich und den Ausbau meines Castles, aushebeln und mir den knappen Sieg vor Birthe sichern.

Spiel Nummer zwei: Wanzen Tanzen. Ein Spiel aus der neuen Würfelspielreihe von Amigo. Karten geben Aufgaben vor, die es zu erfüllen gilt. Zweierpasch, alle Würfel nur gerade, drei Fünfen oder ein „Full House“ mit beliebigen Zahlen sind solche Aufgaben. Nach jedem Würfelwurf muss ich einen Würfel rauslegen. Schaffe ich eine Aufgabe, wird sie abgedeckt und ich darf wieder mit allen Würfeln die nächste Aufgabe auf der Karte angehen. Sind alle Aufgaben auf der Karte erfüllt bekomme ich sie, denn das gibt Punkte. Klingt unspektakulär. Der Witz am Spiel sind die Baby-Wanzen. Schaffe ich mit meinem Würfelwurf keine Aufgabe auf der Karte, bekomme ich zwei Baby-Wanzen und die Würfel gehen an den nächsten Spieler, der dann wiederum die verbliebenen Aufgaben erfüllen kann. Wenn ich keinen Würfel rauslegen möchte, kann ich durch das freiwillige Nehmen einer Baby-Wanze mit allen aktiven Würfeln nochmal würfeln. Hat ein Spieler allerdings 5 Baby-Wanzen angehäuft, muss er sie gegen die oberste Karte vom Minus-Karten-Stapel eintauschen, und alle anderen Spieler dürfen ihre Baby-Wanzen straffrei abgeben. Das lässt doch die ein oder andere taktische Überlegung zu. Von daher ein gelungenes neues Würfelspiel.

Außerdem wurden gespielt: Die Sterne stehen richtig, Galaxy Trucker, Québec, Rapa Nui, Schwarz Rot Gelb, Tschak!, Würfel Bohnanza


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