31. Spieleabend der Pöppelhelden Teil 2

Als erstes Spiel haben wir, d.h. Iris, Michael, Dirk und ich die Grundbox variante von Galaxy Trucker gespielt. Bei dem Spiel von CGE handelt es sich um ein Schnelligkeits- und Strategiespiel, bei dem die Spieler ihr Tableau mit Raumschiffsilhouette durch Raumschiffmodule befüllen müssen. Dabei ist zu beachten, dass die Module nur an bereits vorhandene oder dem Startmodul angebaut werden können, die Verbindungsröhren richtig verbunden sind und bei einigen Modulen die Platzierung korrekt ist. Eine tickende Sanduhr gibt die verfügbare Bauzeit vor, aber auch sonsten ist Schnelligkeit gefragt, da die unterschiedlichen Modularten nur in endlicher Anzahl vorhanden sind und man sich die begehrten Module schnell ergattern sollte. Nach der Bauphase beginnt die Raumflugphase, bei der das primäre Ziel darin besteht so intakt wie möglich anzukommen, bzw. die Widrigkeiten des Weltraums so gut wie möglich zu überstehen.

Dirk und Michael haben dieses Spiel nur ein bis zweimal gespielt und sollten sofort auf Iris treffen, die behauptet, dieses Spiel grundsätzlich zu gewinnen. Die erste Runde von den drei, war mehr eine Kennenlern- oder Auffrischungsrunde für alle Trucker und erst danach ging es richtig zur Sache. Etliche Asteroiden, Epidemien, Raumpiraten und führerlose Raumschiffe später blickten wir auf die Ausbeute eines Weltraumtruckerarbeitstages zurück, der ganz unterschiedlich ausfiel:

Iris: 90
Robert: 84
Michael: 57
Dirk: 35

Abschließend läßt sich sagen, dass Galaxy Trucker ein sehr lustiges und manchmal auch sehr weltraumhavarierendes Spiel ist, welches auch mit Gelegenheitsspielern leicht gespielt werden kann.

P.S.: Ja, Iris hat wieder gewonnen.


Anspieltipp: Würfel Bohnanza

Würfel BohnanzaNahezu jeder Spieler kennt das beliebte Kartenspiel Bohnanza von Uwe Rosenberg.
Zum fünfzehnten Jubiläum (Bohnanza erschien 1997) ist bei Amigo jetzt eine Würfel-Variante zu Bohnanza herausgekommen.

Würfelspiele funktionieren oft so: Ich würfle ein paar Mal, schreibe ein Ergebnis auf und gebe die Würfel an meinen linken Nachbarn weiter. Dann kann ich erst mal Bier holen oder zur Toilette gehen, denn bis ich wieder dran bin, dauert es je nach Mitspielerzahl einen ganze Weile.
Nicht so bei Würfel Bohnanza. Hier bin ich sogar dran, wenn ich nicht dran bin. Klingt komisch, ist aber so.

Materialtechnisch bringt Würfel Bohnanza nichts Neues. Sieben Würfel und etwas über 60 Aufgabenkarten sind das Herz des Spiels.
Eine Aufgabenkarte gibt mir vor, was ich zu erwürfeln habe. Zum Beispiel zwei Saubohnen und eine Chinabohne. Oder drei Sojabohnen und eine Blaue Bohne. Sechs Aufgaben sind dort zu sehen, maximal drei davon kann ich in einem Durchgang erledigen. Nicht, weil die Regeln das sagen, sondern weil der Autor (Diplom-Statistiker) sich das so ausgedacht und es unmöglich gemacht hat, auch noch eine vierte Aufgabe im selben Durchgang zu lösen.
In meinem Zug darf ich mit allen sieben Würfeln würfeln und muss jedes Mal wenigstens einen Würfel hinauslegen. Kann ich mit den rausgelegten Würfeln die unterste Aufgabe meiner Karte erfüllen, decke ich diese ab. Und zwar mit einer weiteren Aufgabenkarte, die ich immer weiter hochschiebe. Diese Karte wird auch meine nächste aktive Aufgabenkarte, das heißt ich kann meine zukünftigen Aufgaben schon sehen. Habe ich drei oder mehr Aufgaben erfüllt, darf ich meine Aufgabenkarte jederzeit in Bohnentaler umwandeln und dann auch sofort auf meiner neuen Karte weiterspielen. Mit 13 Bohnentalern bin ich Gewinner des Spiels.
Das wirklich Neue dieses Spiels: Ich kann sogar dann Aufgaben erfüllen, wenn meine Gegenspieler am Zug sind. Immer wenn ein anderer würfelt, darf ich mir die „aktiven“, noch nicht von ihm herausgelegten Würfel ansehen und „Stopp“ rufen, wenn durch diesen Wurf die unterste meiner Aufgaben erfüllt ist. Dann darf ich sie abdecken, wie in meinem eigenen Zug. Durch diese pfiffige Idee sind alle Spieler jederzeit am Spielgeschehen beteiligt und keiner sitzt gelangweilt am Tisch.

Würfel Bohnanza spielt in der Liga der Würfelspiele ganz weit oben mit. Unbedingt ausprobieren!


31. Spieleabend der Pöppelhelden

Lancaster

Am 01. Februar fand der 31. offene Spieleabend der Pöppelhelden statt.

Mit dabei waren diesmal 15 Spielerinnen und Spieler.

Meine erste Partie des Abends: Lancaster. Ein Spiel von Matthias Cramer, der auch schon mit Glen More ein tolles Spiel auf den Markt gebracht hat. Bei Lancaster handelt es sich prinzipiell um ein Worker-Placement-Spiel, erweitert mit einem Verdrängungsmechanismus. Man setzt in einer Einsetzphase zu erst seine Ritter in verschiedene Orte auf dem Spielplan ein, wo sie aber nicht unbedingt sicher sind, sondern von stärkeren Rittern anderer Spieler auch wieder vertrieben werden können. Dieser Mechanismus macht das Spiel besonders gegenüber anderen Worker-Placement-Spielen. Hat kein Spieler mehr Ritter zum einsetzen, folgt eine Parlamentsphase, in der neue Gesetze verabschiedet und angewendet werden. Das kennt man ähnlich schon aus dem Spiel Cuba. Danach werden die Ritter in vorgegebener Reihenfolge wieder zurückgeholt und die Spieler bekommen die Erträge in Form von Gold, Knappen, Stimmen für die nächste Parlamentsphase, Aufwertungen von Rittern usw. ausbezahlt. Gespielt werden fünf Runden, danach folgt noch eine Endwertung in der es noch Punkte für die stärkste Rittermacht, das am besten ausgebaute Castle und für die Adeligen gibt.
Eine in unseren ersten Partien als zu stark angesehene „Adeligen-Stategie“ konnte ich auch diesmal, durch das konsequente Entsenden von Rittern in den Krieg gegen Frankreich und den Ausbau meines Castles, aushebeln und mir den knappen Sieg vor Birthe sichern.

Spiel Nummer zwei: Wanzen Tanzen. Ein Spiel aus der neuen Würfelspielreihe von Amigo. Karten geben Aufgaben vor, die es zu erfüllen gilt. Zweierpasch, alle Würfel nur gerade, drei Fünfen oder ein „Full House“ mit beliebigen Zahlen sind solche Aufgaben. Nach jedem Würfelwurf muss ich einen Würfel rauslegen. Schaffe ich eine Aufgabe, wird sie abgedeckt und ich darf wieder mit allen Würfeln die nächste Aufgabe auf der Karte angehen. Sind alle Aufgaben auf der Karte erfüllt bekomme ich sie, denn das gibt Punkte. Klingt unspektakulär. Der Witz am Spiel sind die Baby-Wanzen. Schaffe ich mit meinem Würfelwurf keine Aufgabe auf der Karte, bekomme ich zwei Baby-Wanzen und die Würfel gehen an den nächsten Spieler, der dann wiederum die verbliebenen Aufgaben erfüllen kann. Wenn ich keinen Würfel rauslegen möchte, kann ich durch das freiwillige Nehmen einer Baby-Wanze mit allen aktiven Würfeln nochmal würfeln. Hat ein Spieler allerdings 5 Baby-Wanzen angehäuft, muss er sie gegen die oberste Karte vom Minus-Karten-Stapel eintauschen, und alle anderen Spieler dürfen ihre Baby-Wanzen straffrei abgeben. Das lässt doch die ein oder andere taktische Überlegung zu. Von daher ein gelungenes neues Würfelspiel.

Außerdem wurden gespielt: Die Sterne stehen richtig, Galaxy Trucker, Québec, Rapa Nui, Schwarz Rot Gelb, Tschak!, Würfel Bohnanza


30. Spieleabend der Pöppelhelden

Village

Am 04. Januar fand der 30. offene Spieleabend der Pöppelhelden statt.

Mit dabei waren diesmal 22 Spielerinnen und Spieler.

Zu erst habe ich mit Iris und Peggy eine Runde Village gespielt. In diesem Spiel geht es darum verschiedene Aktionen im Dorf durchzuführen, wie zum Beispiel einen Sohn als Lehrling in einen Handwerksbetrieb zu schicken, Nachwuchs zu zeugen oder ein Familienmitglied (am besten die Schwiegermutter!) auf Reisen zu schicken. Will man eine solche Aktion machen, muss sie noch verfügbar sein, denn jede Aktion kann nur ein paar Mal pro Runde ausgeführt werden. Außerdem muss man sie meistens bezahlen. Entweder mit Einflußwürfeln, Warenplättchen oder mit Zeit. Und das ist der Knackpunkt bei diesem Spiel. Wenn man Zeit abgeben muss, altern die Spielfiguren. Hat man eine bestimmte Menge Zeit geopfert, muss eine der Figuren aus der ältesten Generation sterben. Aber das ist nichts Schlechtes, denn früh gestorbene Figuren gehen in die Chronik des Dorfes ein. Und das bringt Siegpunkte. Allerdings ist in der Chronik nur begrenzt Platz…
Für Vielspieler ein schmackhaftes Spiel mit einem erfrischend neuen Mechanismus. Schaut es Euch mal an!

Danach folgte noch eine Partie Walnut Grove mit Iris, Birthe & Michael. Dieses Spiel spiele ich im Moment sehr, sehr gerne. Es ist kurz und knackig, bietet genügend Entscheidungsfreiraum und hat einen angenehmen Glücksanteil. Andreas hat ja bereits HIER was zu dem Spiel geschrieben. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

An anderen Tischen wurden gespielt: Die Sterne stehen richtig, Jungle Speed – Raving Rabbids, Kalimambo, King of Tokyo, Québec, Rapa Nui, Santiago de Cuba, Sechsstädtebund und Takenoko


28. Spieleabend der Pöppelhelden

Siberia

Am 02. November fand der 28. offene Spieleabend der Pöppelhelden statt.

Mit dabei waren diesmal 18 Spielerinnen und Spieler.

Im Mittelpunkt stand dieses Mal das Spiel Siberia von Reiner Stockhausen. Das Spiel wird erst Ende November erscheinen. Reiner hat uns aber freundlicherweise seinen Prototyp zur Verfügung gestellt. Es wurden mehrere Runden gespielt und bei allen Spielern kam das Spiel gut an. Vielen Dank an Reiner, dass wir dieses Spiel schon vor seiner eigentlichen Veröffentlichung spielen durften.

Spielsituation Siberia

Ich selber habe zu Beginn des Abends mit Simone, Claudia und Olaf eine Partie Hawaii gespielt. Die Herbstneuheit von Hans im Glück fanden alle Mitspieler klasse. In diesem Spiel baut man mehrere Dörfer, indem man mit seinem Häuptling über die Insel Hawaii stapft und dort Gebäude und andere Ausbauteile einkauft. Siegpunkte gibt es für fertiggestellte Dörfer und besondere Gebäude oder Götterplättchen. Gewonnen hat mit großem Vorsprung Simone. Auf den Plätzen folgten Claudia und ich, Olaf wurde weit abgeschlagen Letzter. Er mochte das Spiel aber trotzdem.

Außerdem wurden gespielt: Freitag (2F-Spiele), Funkenschlag – Die ersten Funken (2F-Spiele), Hawaii (Hans im Glück), Hotel Samoa (Huch & Friends), King of Tokyo (Heidelberger Spieleverlag)


Auf allen Wegen nach Rom

Ruhm für Rom
Von Carl Chudyk
Die Nacht vom 18. auf den 19. Juli 64 vor Christi Geburt war für Rom, man muss es wohl so sagen, eine eher beschissene. In jener Nacht brach das große Feuer aus, dessen Flammen neun Tage loderten, zehn von 14 Stadtteilen angriffen und drei sogar ganz auffraßen. In der Legende heißt es, Kaiser Nero selbst hätte gezündelt. Aber er war gar nicht zu Hause, die Geschichtsschreibung ist sich einig: Er hat ein passables Alibi. Aber ein Schuldiger musste her, Nero entschied sich für die Christen. Egal.
Denn Christen-Verfolgung kommt in diesem Spiel gar nicht vor. Trotzdem ist es sehr gelungen. Rom muss also wieder aufgeräumt und aufgebaut werden. Das frisch erstellte Baulückenkataster zeigt: Platz genug ist vorhanden. Nun kommen die zwei bis fünf Patrizier ins Spiel. Und die 198 Karten, die trifunktional sind. Entweder nutzt man sie als Baumaterial. Oder als Gebäude, das, wenn erstmal die Schlüsselübergabe stattgefunden hat, Sonderfunktionen mit sich bringt. Oder man nutzt die Karte als Rolle, womit Bewegung in die Sache kommt.
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Der zweite Messetag liegt hinter uns

Deutsche Carcassonne-Meisterschaft

Wieder haben wir einige Neuheiten spielen können: Coney Island (Argentum Verlag), Pergamemnon (Irongames), Expedition Sumatra: Dadu Dadu (Igramoon), Teneriffa (Holstein-Spiele) und Aktienrausch (Isensee Verlag).
Zufällig konnten wir auch den Schluss des Finales der deutschen Carcassonne-Meisterschaft miterleben, die sehr professionell durchgeführt wurde. Und das sogar richtig vor Publikum.

Highlight des ersten Tages: Siberia (dlp Games), dicht gefolgt von Coney Island (Argentum Verlag).

Fazit des Tages: Es gibt nur wenige wirklich gute Erklärbären.

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Den Überraschungshit vergeblich gesucht

Aktienrausch

Aktienrausch



Ein bisschen Lokalpatriotismus vorweg. Florian Isensee aus Oldenburg hat am Freitag, eine halbe Stunde vor Toresschluss sein Kartenspiel „Aktienrausch“ fast abverkauft, 14 Exemplare waren noch da, als wir zur Stippvisite an den Stand kamen, 13 als wir gingen. Mit dem Thema trifft er den Nerv der Zeit, deswegen kamen viele Journalisten: Das ZDF kam, der NDR, in der WAZ war er groß drin, gestern rief dann auch noch die Nordwest Zeitung während der Messe an. Heute Abend spielen wir „Aktienrausch“, nächste Woche gibt es einen ausführlichen Hintergrundbericht zum Spiel.

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Attraktionen auf Coney Island

Heute stand als erstes das Spiel Coney Island (Argentum Verlag) von Michael Schacht auf unserem Programm. Alle bauen gemeinsam, aber auch irgendwie gegeneinander, an einem großen Freizeitpark. Schönes Spielmaterial, schöne Mechanismen, aber auch schön verloren.

Coney Island

Coney Island

Bis dann

Michael …von unterwegs


Was haben wir heute geschafft?

Wir waren heute viel in den Hallen 10 und 11 unterwegs und konnten die Spiele Hawaii (Hans im Glück), Die ersten Funken (2F-Spiele), Tante Trudels Trödel (Zoch Verlag), Kalimambo (Zoch Verlag) und Aquilea (Zoch Verlag) spielen. Außerdem haben wir uns zum ersten Mal die Neuheitenschau angeschaut und konnten viele Fotos machen. Wann hat man sonst schon mal die Gelegenheit sich in Ruhe 700 Neuheiten anzuschauen? Nebenbei konnten wir einige Termine erledigen und weitere Termine absprechen. Zum Abschluss gab es am Messestand von Lookout Games ein AricoLava-Bier.

Highlight des ersten Tages: Hawaii (Hans im Glück)

Fazit des Tages: Bier schmeckt nicht immer gut.

Die ersten Funken

Hawaii

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