Habemus Nominierungslisten

Die Nominierungslisten sind raus – und reflexartig geht in den Foren die Diskussion los. Erstaunlich oft war heute im Forum der Spielbox sogar Zustimmung zu lesen, die üblichen Pöpeleien gegen die Jury hielten sich in Grenzen. Dabei ist es für die Damen und Herren, die den Spiel-des-Jahres-Pöppel auf einen Spielekarton wählen dürfen, ungefähr so wie für Fußballtrainer. Die zu Hause auf dem Sofa und in den Internet-Foren, die mit dem großen Softdrinkdurst und Chipshunger und den nur rudimentär entwickelten Lungenbläschen, nun: Die wissen es halt besser.

Das gilt natürlich umso mehr für diesen Kommentar, der sich in aller gebotenen Bescheidenheit als die einzige wahre Bewertungsinstanz betrachtet. Deswegen jetzt also auch die offizielle Meinung eines vereinzelten Pöppelhelden. Aber andererseits: In der katholischen Kirche entscheidet auch einer alleine, wie die Exegese der heiklen Bibelstellen funktioniert. Und die Nominierungsliste birgt mindestens genauso viel Sprengstoff.
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Pöppelhelden in Dänemark (IV)

Dänemark dient ja nicht nur dazu, mal in Ruhe in großer Sechserrunde zu spielen. Dänemark ist auch der Ort, an dem die alten, im Schrank vor sich hinstaubenden Perlen wieder rausgeholt werden. Und natürlich eine Chance, den aktuellen Jahrgang intensiver zu verkosten. Oder mit Blick auf die Rückrundenneuheiten aus Nürnberg: sie kennenzulernen.

Auch in Nürnberg erschienen Titel, die folgende Theoreme untermauern: Spieler mögen das Mittelalter. Offensichtlich. Sonst kämen ja nicht so viele thematisch in der Zeit zwischen dem 7. Februar 908 und dem 13. September 1672 angesiedelten Spiele heraus (um mal grobe Anfangs- und Enddaten für das Mittelalter festzulegen, was sich die Historikerzunft bisher ja nicht so explizit getraut hat. Damit ist dieses Thema endlich erschöpfend abgearbeitet). Spieler mögen anscheinend auch traditionelle Handwerksberufe und deren Organisation in Form von Zünften. Und Spieler mögen französische Mittelstädte, wie die Erfolge von Carcassonne (rund 50.000 Einwohner) und Troyes (gut 61.000) zeigen. Dass sich dazwischen noch so ein Nest wie Caylus tummelt, lässt sich nur schwer erklären, denn eigentlich ist es zu klein. Bei Pegasus hat man sich nun gedacht: Think big. Wir nehmen das Mittelalter, wir nehmen Zünfte und wir nehmen nicht nur so ein Kaff aus einem zurecht vollkommen unbekannten Arrondissement, wir nehmen –Trommelwirbel – eine Großstadt. So kam es also zu Strasbourg (immerhin 640.000 Einwohner), dem neuesten Œuvre von Stefan Feld.
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Pöppelhelden in Dänemark (III)

Skull & Roses heißt das französische Jeu de l’Année (Spiel des Jahres), justement in Cannes gekrönt mit dem goldenen As, dem As d’Or. Eine Sechserrunde in Dänemark ist eine gute Gelegenheit, die höchsten Weihen des französischen Spielkunsthandwerks zu würdigen – oder auch nicht.

Denn Skull & Roses ist ein Bluffspiel, bei der Entwicklung folgte Autor Hervé Maly der reinen Lehre: legen – zocken. Sonst nichts. Und das ist nun mal nicht jedermanns Sache. In der Regel heißt es übrigens ziemlich verwegen: „Hier ist es nun, das heftige Bluff-Spiel, das Nerven aus Stahl, Mut und eine scharfsinnige Strategie erfordert.“ Ist natürlich gelogen. Es sei denn, man spielt mit echten Hells Angels oder Bandidos, die auch noch schlechte Verlierer sind.
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Pöppelhelden in Dänemark (II)

Blog-Buch der Pöppelhelden,

Dänemarkzeit: 09955ZT33 (oder so).

Wenn es eine gute Möglichkeit gibt, nachhaltigen Streit bei Pärchen anzuzetteln, dann muss Gift Trap auf den Tisch. Wenn sich Partner gegenseitig mies beschenken und giftige Blicke über den Tisch fliegen, kann es ein unvergesslicher Abend werden. „Du kennst mich anscheinend gar nicht, wenn Du mir das schenkst.“ – „Ich denke, so etwas hast Du Dir immer gewünscht.“ Ein Klassiker unter den Gift-Trap-Dialogen. So ein Abend ist auch wie das gegrillte Nackensteak für den Biergourmet: eine hervorragende Grundlage für das, was da noch kommt. Nur nach Gift Trap kann der Rest der Woche in der entsprechend liebevollen Atmosphäre stattfinden. Nur Gift Trap kann den Ehrgeiz anstacheln, dieser Torfnase, der man in einer leichtsinnigen Sekunde ein Mitwohnrecht auf Lebenszeit zugestanden hat, eins auszuwischen.
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Pöppelhelden in Dänemark (I)

Blog-Buch der Pöppelhelden,

Dänemarkzeit: 09954ZT3 (oder so).

Ist das normal? Wir sind eine in Woche Dänemark, die Ostsee streichelt sanft plätschernd einen hübschen Strand, an dem auch ein Schwan wohnt, die Sonne scheint, als hätte sie‘s gewusst, unser Haus sieht aus, als hätte der Architekt aus einem Astrid-Lindgren-Buch abgemalt. Kurz: Es klingt nach einem fantastischen Urlaub, nach sonnen- und salzwassergekitzelter Haut. Und was machen wir? Wir spielen. So viel wie möglich. Und meistens drinnen, weil der Wind von der Ostsee so rüberpfeift, dass es nur so eine Art hat. Zugegeben, klingt grenzwertig. Aber echte Spieler werden denken: Iiieehh: Ostsee. Iiiieehh: Sonne. Natürlich sitzt man da drinnen am Tisch und spielt. Was denn sonst, denkt der Spieler und versteht nicht, dass er nicht verstanden wird, wobei er meistens ja gar nicht weiß, dass er nicht verstanden wird, weil ihm andere Lebensentwürfe oft so fremd sind. Aber ich schweife ab. Anstatt Farbe zu bekommen, wird man also noch käsiger. Gut: Fällt man im Oktober wenigstens in Essen nicht so auf.
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22. Spieleabend der Pöppelhelden

Strasbourg

Am 04. Mai fand der 22. offene Spieleabend der Pöppelhelden statt.

Mit dabei waren 16 Spielerinnen und Spieler.

Gespielt wurden: 7 Wonders + Leaders, Die Speicherstadt, Extra, Hands Up, Mondo, Settlers of America: Trails To Rails, Smartrix, Strasbourg und Tohuwabohu


21. Spieleabend der Pöppelhelden

MondoAm 06. April fand der 21. offene Spieleabend der Pöppelhelden statt. Mit dabei waren diesmal 19 Spielerinnen und Spieler.

Mehrfach an diesem Abend wurde Mondo gespielt, eine Neuheit von Michael Schacht, erschienen bei Pegasus Spiele. Bei Mondo gilt es innerhalb einer vorgegebenen Zeit gleichzeitig mit den Mitspielern Plättchen aus der Tischmitte zu grabschen und aus diesen auf dem eigenen Tableau eine Welt mit verschiedenen Landschaften und Tieren zu legen. Gut ist, wenn man dabei so wenig Vulkane wie möglich erwischt. Durch den Zeitdruck und die Konkurrenz zwischen den Spielern baut sich eine großartige Spannung auf. Unbedingt mal ausprobieren!

Außerdem gespielt wurden: Airlines Europe, Cartagena, Die verbotene Insel, Die Speicherstadt, Identik, Ubongo und Uluru


20. Spieleabend der Pöppelhelden

Airlines EuropeAm 02. März fand der 20. offene Spieleabend der Pöppelhelden statt.

Passend zu diesem kleinen Jubiläum waren dieses Mal genau 20 Spielerinnen und Spieler dabei. Der Raum in der Kirche war also gut gefüllt. Falls wir weiter wachsen sollten, könnten wir aber sicher noch einen zweiten Raum zum Spielen nutzen.

Da uns Abacusspiele freundlicherweise ein Vorabexemplar des Spiels Airlines Europe zur Verfügung gestellt hatte, musste diese Neuheit natürlich gleich in meiner ersten Runde ausprobiert werden. Airlines Europe ist die vollständig überarbeitete Neuauflage der Klassiker Airlines (1990) und Union Pacific (1999). Daher waren die Spielmechanismen den meisten Spielern bereits bekannt. Das Spiel enthält 112 Flugzeugminiaturen und wirkt durch die Gestaltung im Retrostil sehr atmosphärisch. Um das Spiel gewinnen zu können erfordert es Übersicht, Planungsgeschick, etwas Bluff und auch ein klein wenig Glück. Das Spiel ist gegenüber seinen Vorgängern noch ausgefeilter und eine wirkliche Weiterentwicklung. Ein kleiner Kritikpunkt: Da es insgesamt zehn verschiedene Fluggesellschaften gibt, sind die Farben nicht immer ganz einfach auseinander zu halten.

Ebenfalls espielt wurden 7 Wonders, 11nimmt!, Asara, Bangkok Klongs, Die Siedler von Catan – Das schnelle Kartenspiel, Safranito, Space Yunkyard, Burgen von Burgund, Pergamon, Eselsbrücke und Geistesblitz.


19. Spieleabend der Pöppelhelden

Am 02. Februar fand der 19. offene Spieleabend der Pöppelhelden statt.

Mit dabei waren diesmal 15 Spielerinnen und Spieler. Neu dabei waren diesmal Claudia & Thorsten, Freunde von Maren und mir, denen unser Spieleabend so gut gefallen hat, dass sie wiederkommen werden, wenn es die Zeit erlaubt.

Sehr oft gespielt wurde an diesem Abend Geistesblitz, was von so ziemlich allen Teilnehmern sehr gut aufgenommen wurde. Nur dem Peter hat es nicht gefallen, glaub ich.

Außerdem gespielt wurden: 51st StateAsara, Don Quixote, Luna, Qwirkle, Safranito, Samarkand und Ubongo 3D


18. Spieleabend der Pöppelhelden

Asara

Am 05. Januar fand der 18. offene Spieleabend der Pöppelhelden statt. Mit dabei waren dieses Mal nur 12 Spielerinnen und Spieler. Trotzdem genug um an drei Tischen zu spielen.

Als erstes stand in meiner Runde das Spiel Before the Wind (engl.) von Phalanx Games an. In einer leider sehr überdimensionierten Schachtel versteckt sich ein interessantes Kartenspiel, dass uns alle positiv überrascht hat. Trotz einfacher Regeln entwickelt sich ein Spiel mit relativ viel Spieltiefe. Einzig die etwas zu lange Spieldauer fiel negativ auf. Meine Empfehlung: Unbedingt ausprobieren.

Trotz der langen Spieldauer des ersten Spiels reichte es anschließend noch für eine Partie Asara von Ravensburger. Durch die übersichtlichen Regeln lässt sich das Spiel einfach und schnell erklären. Da man im Spiel oft auf seine Mitspieler reagieren muss, kommt nie Langeweile auf. Begeistert war ich auch wieder von der tollen Gestaltung des Spielmaterials. Franz Vohwinkel hat hier wirklich gut Arbeit geleistet. Asara ist ein sehr gelungenes Familienspiel, das aber genauso auch für Vielspieler attraktiv ist.

Ebenfalls espielt wurden 7 Wonders, K2, Safranito, Qwirkle, Quirrly und Ranking.


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