Tag: Boomerang

70. Spieleabend der Pöppelhelden – Zwangvoller Schiffs- und Gartenbau

70. Spieleabend der Pöppelhelden – Zwangvoller Schiffs- und GartenbauHundsmühlen, im Oktober. „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ Was für ein großer erster Satz. Von Franz Kafka. So beginnt seine Erzählung „Die Verwandlung“. Oder der: „Auch Glenn Gould, unser Freund und der wichtigste Klaviervirtuose des Jahrhunderts, ist nur einundfünfzig geworden, dachte ich beim Eintreten in das Gasthaus.“ Noch so ein Hammererstersatz. Von Thomas Bernhard, aus „Der Untergeher“. Das zeigt, wie wichtig der erste Satz für einen Text ist. Und bevor an dieser Stelle nun nur Mittelmaß gestanden hätte, wird doch lieber literaturwissenschaftliche Erquickungshilfe geleistet, damit die elitäre Leserschar der Pöppelpage zumindest beim Eintauchen in den Text noch ein Wohlgefühl verspürt, bevor es mit den ernsten Betrachtungen zum 70. offenen Spieleabend mit 20 Pöppelhelden an Bord und im Garten weitergeht. (continue reading…)


69. Spieleabend der Pöppelhelden – Tod auf der Gleis-Guillotine

69. Spieleabend der Pöppelhelden - Tod auf der Gleis-GuillotineHundsmühlen, im September. Der kleine Glückwunsch blieb fast unbemerkt. Trotzdem: Es war natürlich Ehrensache für die Pöppelhelden am offenen Spieleabend, den Preisträgern und den Platzierten des Deutschen Spielepreises zu huldigen und ihnen mit einer kleinen Geste zu gratulieren. In voller Pracht aufgereiht präsentierten sie sich von Platz eins – Terra Mystica – bis zu Platz 10 – Augustus –, abgeschlossen durch Kakerlakak, dem Gewinner des Ehrentitels Deutscher Kinderspielpreis. Aus dem Oldenburgischen damit einen riesigen Glückwunsch an die TerraMystica-Autoren Jens Drögemüller und Helge Ostertag sowie an das gesamte Team des neuen Verlags Feuerland Spiele. Und noch ein Sonderglückwunsch an den Autoren-Riesen Stefan Feld, dem ebenfalls Einmaliges gelang: sein zweiter Hattrick. Nach 2011 darf er sich erneut gleich über drei Titel freuen, die in der Spielergunst ganz oben stehen: Brügge (3.), Bora Bora (4.) und Rialto (9.). Im Fokus der 24 Spieler in der Matthäus-Kirche standen dann aber doch einige neue Titel. (continue reading…)


68. Spieleabend der Pöppelhelden. Gefangen in Bodos Beinschere

poeppelhelden_logoHundsmühlen, Anfang September. Die Pöppelhelden sind – auch wenn es beim ersten Lesen wie eine üble Schmähung klingen mag – das moderne Formatradio unter den Spieleklubs. Gut, wir haben keinen Frühstücks-Man, dessen Einstellungskriterium ein nicht therapiertes ADHS ist, dessen Stimme immer mindestens 17 Prozent zu gut gelaunt und schon leicht ins Debile überdreht klingt, dessen inhaltsverweste Aufsager bereits um 4.37 Uhr nichts als schmerzendes Gute-Laune-Dampfgeplauder und halbgare Heiterkeiten sind, die sich in die Seele des gesunden Teils der Bevölkerung zu fressen versuchen, um diesem einzubläuen, dass der Mittwoch stets ein hervorragender Tag ist, weil man nur noch zwei Mal aufwachen muss und – heißa! – dann ist schon wieder Wochenend. Nein, so schlimm, so brutal, so abgrundtief wird diese Analogie nicht enden. Aber die Pöppelhelden könnten durchaus auch einen dieser glitschigen Jingles haben, der alle sechs Minuten und siebenunddreißig Sekunden dazwischenplärrt mit dieser Botschaft: „Wir spielen die größten Hits der 80er und 90er – und das Beste von heute.“ Doch was im Radio das untrügbare Zeichen für eine von Programmmachern mit dem Spaten totgekloppte und lange in Vergessenheit geratene Hörkultur ist, verkehrt sich bei den Pöppelhelden ins Gegenteil. Bei uns ist es Ausdruck der Traditionspflege und der geselligen guten Laune bei anspruchsvollem Zeitvertreib. So auch dieses Mal, wie die anwesenden 15 Epikureer der hohen Spielkultur unter Eid bezeugen mögen. (continue reading…)


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